Blog-Layout

Die dunkle Seite des Hundetrainings: Nebenwirkungen von strafbasierten Methoden vermeiden und für positive Emotionen im Training sorgen 

Die Verwendung von positiver und negativer Bestrafung sowie negativer Verstärkung im Hundetraining ist ein kontroverses Thema, da diese Methoden potenziell negative Auswirkungen auf das Verhalten und die geistige Gesundheit eines Hundes haben können. Es gibt eine wachsende Anzahl von Studien und Expertenmeinungen, die darauf hinweisen, warum es wichtig ist, diese Methoden zu vermeiden und stattdessen auf positive Verstärkung und auf ein bedürfnisorientiertes Training zu setzen.

Positive Bestrafung beinhaltet die Anwendung eines unangenehmen Reizes, um unerwünschtes Verhalten zu stoppen. Dies kann Angst oder Stress beim Hund auslösen und zu Verhaltensproblemen wie Angstaggression oder erlernter Hilflosigkeit führen. Negative Bestrafung, bei der ein angenehmer Reiz entfernt wird, kann ebenfalls negative Auswirkungen haben, da sie Enttäuschung und Frustration beim Hund hervorrufen kann.

Negative Verstärkung, bei der ein unangenehmer und angstmachender Reiz entfernt wird, um gewünschtes Verhalten zu fördern, kann auch problematisch sein auch wenn man von "Erleichterung" in diesem Fall spricht, die der Hund empfindet, wenn der unangenehme Reiz entfernt wurde.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen das nicht nur wir entscheiden, was eine Verstärkung oder Bestrafung ist, sondern auch unsere Hunde entscheiden, was eine Belohnung oder eine Strafe für sie ist. Ein Beispiel, welches nicht selten vorkommt: Hunde die auf glatten Boden ausgerutscht sind und sich weh getan haben und diesen zukünftig meiden, haben den glatten Boden mit dem Schmerz verknüpft.

Hundetraining welches auf positive Verstärkung beruht und auch die Bedürfnisse des Hundes im Blick hat, fördert ein gesundes Lernverhalten und stärkt das Selbstbewusstsein des Hundes. Obwohl es alleine keine ausschließliche positive Verstärkung gibt, können wir immer entscheiden, wie wir das Training unserer Hunde gestalten - um sicherzustellen, dass der Hund mehr positive Emotionen als negative Emotionen durch unser Training empfindet.

Share by: